Weinwanderweg „Rebe“

Weinwanderweg „Rebe“
An den sonnenverwöhnten und vom milden Wind der Ora durchlüfteten Hängen, die von Bozen zum Ritten hinaufziehen, hat der Weinbau Tradition. Mit 132 Hektar Anbaufläche gehört der Ritten zu den größeren Weinanbaugemeinden Südtirols. Dies hat uns dazu bewegt einen Weinwanderweg in Form einer „kunstvollen Weintreppe“ durch das vielseitige Terroir anzulegen. Der schön angelegte Wanderweg verläuft durch die gepflegten Weingärten der Bauern von Signat und St. Justina bis nach Rentsch und soll auch als gelebtes Zeichen der Zusammenarbeit zwischen dem Tourismus und der Landwirtschaft verstanden werden.

Der Weinwanderweg „Rebe“ ist etwa 3,5 km lang und beginnt im Abstieg von Signat am Ritten (850 m) und endet in der Landeshauptstadt Bozen im Ortsteil Rentsch (350 m). Gehzeit ca. 70 Minuten. Feste Wanderschuhe sind erforderlich. Entlang der „Weintreppe“ sind etwa 500 Höhenmeter zu überwinden, wobei zehn künstlerisch gestaltete Installationen am Weg die verschiedenen Lagen des Weinbaues, die Sorten und Erziehungsformen, sowie die geschichtlichen Aspekte des Rebbaues darstellen.

Die Themen am Weinwanderweg "Rebe"

Ein Wander- und Weinlehrpfad mit künstlerischer Gestaltung von Signat (Ritten) nach Rentsch (Bozen).
Es wird über die Lese, die Bewässerung, den Anbau der Edelkastanie, Flaumeichengürtel, die Wurzeln, das Höhenkirchlein St. Justina auf Prazöll und der Weinstadt Bozen erzählt. Aussichtspunkt mit wunderbarem Blick auf Bozen und die Dolomiten, mit Schlern & Rosengarten...
Kunstwerk "Weinbeere": Sonne - Wasser - Erde, diese Elemente bewirken Farbe, Größe und Geschmack der Weinbeere.
Kunstwerk "Begegnung Mensch mit Natur"

Zitat von Filip Moroder Doss, Bildhauer

„Wenn man sich bewusst wird, wie groß die Leistung von Natur und Mensch ist, einen einzigen Tropfen
Wein herzustellen, dann ist der Genuss umso größer die Natur zu betreten und ein Glas Wein zu genießen.
Meine Kunst soll dazu beitragen, die Sinne zu wecken.“
Kunstwerk "Weinbeere"Kunstwerk Weinbeere: Sonne - Wasser - Erde, diese Elemente bewirken Farbe, Größe und Geschmack der Weinbeere.
Begegnung Mensch und NaturBegegnung Mensch und NaturBegegnung Mensch und Natur, ein wunderbarer Rastplatz für spirituelle Momente...
Wasser im WeinbergWasser im Weinberg Ohne Wasser kein Wachstum. In den Weinbergen gab es die erste großflächige Weinbauberegnung mit Eigendruck seit 1931 durch Zuleitung auf 450 m aus dem Stollen längs des Eisacktales für das Elektrokraftwerk in Kardaun. Durch den Bau (1951/54) von zwei weiteren Beregnungsanlagen aus dem Stollen mit Talferwasser aus dem Sarntal für das Elektrowerk in St. Anton erhielten die höheren Lagen des Weinbaugebietes (Obermagdalena, Signat) einen Anschluss zur Bewässerung. Die Zusatzbewässerung sichert das regelmäßige Rebenwachstum auf den trockenen Hängen mit sehr regendurchlässigen Böden durch ihre sandig-schotterhaltige Struktur.

FlaumeichengürtelFlaumeichengürtel Entlang des Weges begleitet uns ein sommergrüner Niederwald, 300-900 m Meereshöhe, Verbreitung in Südtirol im Eisacktal bis Brixen und im Vinschgau bis Schlanders gleich der nördlichen Weinbaugrenze, zusammengesetzt aus Flaumeiche, Mannaesche, Hopfenbuche, Steinweichsel, Kornelkirsche, Zürgelbaum, wilde Kastanie, im oberen Bereich Waldkiefer eingestreut.
Anbau der EdelkastanieAnbau der EdelkastanieDie Edelkastanie ist wärmeliebende Lichtbaumart auf 400-900 m Meereshöhe, gedeiht vorherrschend auf sauren Böden, Veredelung mit lokalen Maronentypen, vermutlich seit Römerzeit heimisch, Einzelbäume über 300 Jahre alt, früher Holz für Rebenstützgerüst und Verwendung im Fassbau, heutige Verwendung der Frucht als geröstete Kastanien begleitet mit Jungwein („Törggelezeit“ im Herbst). 
Die LeseDie LeseDie Lese erfolgt ausschließlich händisch in den durchschnittlich kleinen Betriebsgrößen von 2-3 ha, kurzer arbeitsintensiver Zeitraum  in den Monaten von Anfang September bis Mitte Oktober, der schonende Lesevorgang und die richtige Zeitwahl beeinflussen die Weinqualität positiv, die Witterung in den Wochen vor der Lese kann sich merklich auf die Güte des Jahrganges auswirken.
St. Justina auf PrazöllSt. Justina auf PrazöllDas Höhenkirchlein wurde um 1300 erbaut, 1944 mit Ausnahme des Turms bombenbeschädigt, Turm mit Trifolienöffnung und gemauerter Spitzpyramide; sonnenverwöhnte Lage im Weinbaugebiet des St. Magdalener mit vierzehn Weinbauhöfen bei drei Weinproduzenten.
Weinstadt BozenWeinstadt BozenBozen ist seit dem Hochmittelalter Wein- und Handelsstadt mit vier Jahresmärkten, eingebettet bis heute in einer Rebenlandschaft, auch Verkehrsknotenpunkt für Alpenübergänge, Weinanbau seit 400 v. Chr., Weingüterschenkungen an Klöster darunter 30 aus Bayern seit 9. Jahrhundert beurkundet, erste Erwähnung des Bozner Wein im Jahr 955, Bozen ist die drittgrößte Weinbaugemeinde Südtirols mit einer Kellereigenossenschaft, fünf Handelskellereien, und 24 Eigenbaukellereien.
Anfahrt und Zuwege zum Start des Weinwanderweges:
Mit dem Bus 165 von Bozen oder von Klobenstein bis zur Haltestelle Oberplatten, ca. 18 Minuten Fahrzeit. Auf dem Weg 31 erreichen wir in ca. 40 Minuten Signat, wo der Weinwanderweg "Rebe" startet, Fahrplan

Mit der Rittner Seilbahn in 12 Minuten von Bozen nach Oberbozen schweben. Mit dem Wanderbus Signat ab Oberbozen um 11.05 oder 14.05 Uhr in ca. 10 Minuten Fahrt erreichen wir unterhalb von Signat die Haltestelle Kreuzweger wo der Weinwanderweg beginnt.
Oder mit dem Wanderbus Signat, der ab der Talstation der Rittner Seilbahn in Bozen um 11.36 oder 14.36 Uhr startet und in ca. 18 Minuten erreichen wir vor Signat die Haltestelle Kreuzweger wo der Weinwanderweg los geht.

Mit der Rittner Seilbahn in 12 Minunten von Bozen nach Oberbozen schweben. Auf dem Wanderweg 23 und 26 wandern wir nach Signat hinunter (ca. 400 Höhenmeter im Abstieg) und erreichen Signat, wo unterhalb vom Dorf der Weinwanderweg "Rebe" beginnt.

Wir empfehlen mit öffentlichen Verkehsmitteln die Anfahrt zu machen, da es nur wenige Parkplätze bei den Startpunkten gibt.

Hotel Bemelmans
Hotel Tann
Hotel Weihrerhof
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