Auf Freud's Spuren

"Hier auf dem Ritten ist es göttlich schön"

Sigmund Freud schreibt an C.G. Jung: "Lieber Freund, ...hier auf dem Ritten ist es göttlich schön und behaglich. Ich habe eine unerschöpfliche Lust zum Nichtstun, temperiert durch zweistündige Lektüre in neuen Dingen, bei mir entdeckt… Auf Wiedersehen!
Die Rittnerbahn, die 1907 als Touristenbahn eröffnet worden ist, brachte den Fremdenverkehr auf das Hochplateau. Die Sommerfrische war zu Beginn des 20. Jahrhunderts in der gesamten K.u.K. Monarchie in Mode gekommen und wer es sich leisten konnte, verbrachte die Sommermonate fern ab der großen Städte und ging in die Natur. Diesem Umstand hat es der Ritten zu verdanken, dass er seinen Platz in der Psychoanalyse bekam: denn im Sommer 1911 war Sigmund Freud zu Gast am Ritten. Am 9. Juli reiste er mit seiner Familie in Klobenstein an, am 14. September 1911 feierte er im Hotel Bemelmans Post seine silberne Hochzeit.

Wichtig für die Psychoanalyse ist dieser freudsche Aufenthalt am Ritten, da er sich hier mit einer neuen Arbeit über die Religionspsychologie beschäftigte. Die Inspiration, die ihn zu diesen Studien brachte, vertraute er seinem Freund Ludwig Biswanger an: „Die Frequenz der Herrgötter hier in Tirol, wo sie ja zahlreicher sind als bis vor kurzem Steinpilze, hat mich zu religionspsychologischen Studien beeinflusst, von denen vielleicht Tag für Tag etwas ans Licht kommen wird. Nach der Veröffentlichung dieser Studien werde ich wohl nie wieder in Tirol eingelassen werden“ Resultat seiner Studien war das Werk „Totem und Tabu“.

Aus dem Buch von Dr. F. Marchioro, "Auf Freud's Spuren.Ritten" - www.freudpromenade.it
Hotel Bemelmans
Hotel Weihrerhof
Raiffeisenkasse Ritten
Die EU-Richtlinie 2009/136/EG (E-Privacy) regelt die Verwendung von Cookies, welche auch auf dieser Website verwendet werden! Durch die Nutzung unserer Website oder durch einen Klick auf "OK" sind Sie damit einverstanden. Weitere Informationen
OK