Gelebte Tradition am Sonnenplateau

Südtiroler Bräuche und Traditionen können Sie am Ritten zu jeder Zeit des Jahres miterleben und feiern! Hier wird Althergebrachtes abgestaubt und bejubelt im bunten Jahreszyklus, der schon unsere Ahnen inspirierte.
Musikkapellen
An jedem Feiertag, bei jedem Fest und bei so manchem außerplanmäßigen Konzert kann man sie bestaunen: Die Südtiroler Musikkapellen in ihren traditionellen Trachten, die Märsche, traditionelle Weisen, aber auch zeitgenössische Kompositionen zum Besten geben. Nahezu jeder Ort am Ritten hat seine eigene Musikkapelle, insgesamt sind es am Ritten sechs Kapellen, auf ganz Südtirol verteilt gibt es fast 10.000 eingetragene Musikanten, mehr als die Hälfte davon sind unter 30 Jahren alt!
Sommerfrische
Die Sommerfrische hat ihren Ursprung am Ritten des 17. Jahrhunderts. Das heißt aber noch lange nicht, dass sie im Nebel der Geschichte versunken ist! Noch heute zieht es die Bozner in den heißen Sommermonaten auf ihren Hausberg, den Ritten, herauf: Ob in die historischen Sommerfrischvillen, die die Geschichte von Jahrhunderten atmen, oder zu entspannten Tagesausflügen im Angesicht des schönsten Panoramas weit und breit.
Kirchtag
Jeder Ort hat seinen Kirchtag, zumindest jeder Ort mit eigener Kirche! Ursprünglich am Jahrestag der Kirchweihe gefeiert, wird der Kirchtag heute vielerorts am Gedenktag des Schutzheiligen der jeweiligen Kirche begangen: Die religiösen Feiern mit Gottesdienst und oft feierlicher (sehenswerter!) Prozession, werden gefolgt von Volksfesten mit Speis, Trank, Musik und allerhand Unterhaltung für Alt und Jung.
Almsommer
Das Vieh der Rittner Bauern verbringt seinen Sommer ebenfalls in der Frisch, auf den Almwiesen am Rittner Horn. Geht der Sommer seinem Ende zu, werden die Tiere – nicht nur am Ritten, sondern überall in Südtirol – von der Alm wieder zurück in niedere Lagen getrieben. Am traditionellen „Bartlmastag“, dem 24. August und Tag des heiligen Bartholomäus, wird am Ritten der Almabtrieb gefeiert und das gesamte Vieh auf dem Rittner Horn zusammengetrieben. Die Bauern steigen auf die Alm hinauf, begutachten ihr Vieh und verhandeln beim Viehmarkt mit Saltnern und anderen Bauern. Rund um diesen Markt findet ein großes Almfest statt mit bodenständigen Leckereien, Musik und „Goaßlschnöllern“.
Flammendes Herz Jesu
1796 war es, als die Französischen Truppen unter Napoleon von Italien aus in Richtung Tirol zogen. Die Tiroler Landesstände trafen in Bozen zusammen um Schutz- und Kriegsmaßnahmen zu beschließen und stellten ihr Land unter den Schutz des „Allerheiligsten Herzen Jesu“. Rund 80 Jahre nach Schließung des Bundes übernahm man am Herz Jesu-Sonntag, dem dritten Sonntag nach Pfingsten, einen alten, heidnischen Brauch und entzündete überall in den Bergen mächtige Feuer. Seitdem wiederholt sich das Spektakel jedes Jahr: Überall in Südtirol leuchten zu Herz Jesu nachts Bergfeuer auf Gipfeln und Graten, und besonders schön lässt sich das natürlich vom Ritten aus mit seinem 360° Panorama beobachten!
Osterbräuche
Der nahende Frühling taucht das Sonnenplateau Ritten in frisches Grün. Je näher zu Ostern hin umso dichter wird das Brauchtum rund um dieses große Frühlingsfest. Am Gründonnerstag fliegen die Glocken nach Rom und werden durch die "Ratschen" ersetzt, die Weihe des Osterfeuers leitet die Osternacht ein und am Ostersonntag macht die Sonne beim Aufgang drei Freudensprünge. Dies gibt das Gefühl der Menschen wieder, die sich über die Auferstehung Jesu Christi freuen. Während des Osteramtes ist die Speisenweihe in allen Dörfern üblich. Die schön geschmückten Körbe sind mit bunten Eiern, Geselchtem, "Fochez" (Osterbrot) und Kräutern gefüllt. Nicht zu vergessen das "Hecken" der bunten Ostereier wobei die "Gegner" jeweils ein Ei in die Hand nehmen und aufeinander klopfen. Das Ei, welches ganz bleibt, hat gewonnen und beschert seinem Besitzer das Ei des "Gegners" als Siegestrophäe...

Caspar, Melchior und Balthasar
An Türen, Portalen und Toren am Ritten und in ganz Südtirol findet man die Aufschrift: C+M+B. Das kommt daher, dass in der Weihnachtszeit, vor allem um den Dreikönigstag, die Sternsinger ihre Runden in den Ortschaften drehen, an jede Tür Klopfen, ein Lied vortragen und Geld für einen guten Zweck sammeln. Abschließend schreiben Sie mit geweihter Kreide 20 C+M+B 15 an die Türen, wobei die Zahl für die jeweilige Jahreszahl steht. Die drei Buchstaben C, M, B stehen nicht etwa für die Namen der Heiligen Drei Könige Caspar, Melchior und Balthasar, sondern sind die Abkürzung für den Segensspruch „Christus Mansionem Benedicat“, was im Lateinischen „Christus segne dieses Haus“ bedeutet.
Hotel Bemelmans
Raiffeisenkasse Ritten
Winterwochen
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