Wein dort genießen, wo er wächst

Genusswanderung mit Wein und Kastanien am Ritten

Die Glücksformel im Südtiroler Herbst lautet: Wein, Kastanien, frische Luft und Sonne. Heute testen wir sie am Ritten und genießen den Herbst mit allen Sinnen bei einer Wanderung durch Kastanienbäume und Rebanlagen.
Wein, wohin das Auge reicht: Von 260 m in Bozen bis hinauf auf ca. 900 m begrüßen die Weinberge des Rittens ihre Besucher bei der Anfahrt. Unsere heutige Genusswanderung startet allerdings etwas höher: in Lichtenstern bei der Haltestelle des romantischen Bahnls. Franz Wenter ist unser Wanderführer und im Gepäck hat er herrliches Kaiserwetter mitgebracht. Auch mit dabei: für jeden ein Weinglas, unverzichtbar für die bevorstehenden Weinverkostungen. Doch ohne Arbeit kein Lohn – also wird erst einmal gewandert. Es geht durch Wiesen und herrlich bunte Laubwälder vorbei am Bienenmuseum und am Wolfsgrubener See hinunter Richtung Unterinn. Der Blick über das Dorf und die dahinter liegende Bergwelt könnte schöner nicht sein: Schlern, Rosengarten, Latemar, Weiß- und Schwarzhorn grüßen uns von der Ferne. Der erste Halt ist fällig und Franz packt einen Weißburgunder aus. Der gelernte Sommelier erklärt uns, auf was wir bei einem Wein achten müssen und wie wir ihn verkosten sollen. Die Meinung der Teilnehmer ist eindeutig: Angesichts eines solchen Panoramas schmeckt der Wein noch besser als er eh schon ist.

Auf dem berühmten Keschtnweg
Weiter geht es durch Wald, das Laub raschelt unter unseren Füßen, die Sonne schafft eine magische Atmosphäre, die ersten Kastanienbäume kreuzen unseren Weg und schließlich gelangen wir auf den berühmten „Keschtnweg“. Bei einem zweiten Glas Weißwein, diesmal einem Müller Thurgau, verrät uns Franz, wie man erkennt, ob eine Edelkastanie süß ist oder nicht und erzählt uns vom Apfelanbau am Ritten. Dann ändert sich die Landschaft und zahlreiche Weinreben säumen unseren Weg. Ihre gelben Blätter erzeugen einen herrlichen Kontrast zum Blau des Himmels und mittlerweile heizt die Sonne kräftig ein. Wir erreichen Signat, wo wir uns beim Loosmann Hof bei köstlichen Bauerngerichten stärken. Wir sitzen auf rustikalen Holzbänken, trinken Wein oder Most und genießen das umwerfende Panorama auf Bozen.

Mitten im Magdalenergebiet
Nach einer guten Stunde brechen wir auf und gehen die letzte Strecke bis nach Bozen. Wir wandern nun stets durch Rebanlagen und können uns an den leuchtenden Farben kaum satt sehen. Noch zwei Mal verkosten wir den mitgebrachten Wein, jetzt ist der Rote dran: ein St. Magdalener und ein Lagrein. Wir kommen an der kleinen Kirche von St. Justina vorbei und an einigen Höfen des berühmten Magdalenergebiets. Hier gedeiht der Wein so gut, weil besonders im Spätsommer die Tage noch warm sind, die Nächte aber kühl. Vermutlich hat die Qualität auch damit zu tun, dass es in Südtirol so viele Nebenerwerbsweinbauern gibt, die durchschnittlich nur 1,5 Hektar bewirtschaften. Alles wird mit Hand und viel Liebe gemacht. Auch unsere Liebe zu diesem Fleckchen Erde kennt mittlerweile keine Grenzen und wir können bestätigen: Die Glücksformel stimmt!
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